Die Gesellschaft für Heereskunde in Zeiten der Corona-Krise

Leider hat uns die „Corona-Krise“ 2020 einen Strich durch unsere schönen Planungen gemacht; wir mussten zahlreiche interessante Vorträge und sonstige Veranstaltungen absagen oder verschieben.

Derzeit scheint es noch nicht seriös möglich, Ankündigungen für 2021 zu machen. Wir hoffen aber, dazu bald wieder in der Lage zu sein, und freuen uns auf das Wiedersehen.

Bis dahin: bleiben Sie gesund und weiter zuversichtlich – wir kommen wieder!

Buchvorstellung am 19. Februar 2020 im Haus der Industrie

Gerade noch rechtzeitig vor dem Corona-Lockdown konnten wir diese schöne Buchpräsentation im Haus der Industrie veranstalten. Rund 180 Zuhörer waren gekommen, darunter auch die Witwe und zahlreiche Freunde des „Helden“ dieses Buches!

Erwin A. Schmidl, Hitlers Spion – Österreichs Stimme: Die zwei Leben des Dr. Wilhelm Hendricks-Hamburger (1917-2011).

Erschienen 2020 im StudienVerlag (Innsbruck – Wien – Bozen).

Das Leben Dr. Wilhelm Hamburgers verlief spannender als so mancher Agentenroman. Sein Vater, der Industrielle Fritz Hamburger, war einer der Gründerväter der österreichischen Industriellenvereinigung, wurde aber 1935 wegen seiner Verstrickung in den NS-Putschversuch vom Juli 1934 zu lebenslanger Haft verurteilt. Wilhelm Hamburger machte daher das Abitur in Berlin und begann dort sein Studium; 1940 wurde mit einer Dissertation über „Die politische Neugestaltung des Arabisch-Asiatischen Raumes 1914–1939“ in Wien zum Dr.phil. promoviert. Damit erschien er qualifiziert, als Agent der deutschen Abwehr nach Istanbul entsandt zu werden. Dort erkannte er früh die negativen Seiten des NS-Regimes und kam mit dem deutschen Widerstand in Kontakt, gründete 1943 einen eigenen „Österreich-Kreis“ in Istanbul. 1944 trat er zu den Alliierten über und verfasste in Kairo Radiosendungen, die sich an Österreicher in der Wehrmacht richteten. Nach Kriegsende kehrte er nach Österreich zurück, doch blieb ihm eine Laufbahn im öffentlichen Dienst verwehrt. Dr. Wilhelm Hendricks – er behielt seinen Decknamen aus der Kriegszeit bei – wurde in der Folge ein international anerkannter Experte für Gegengeschäfte. Er starb 2011 in Wien.